Weltradiotag

Die Forderung, Radio zugänglich zu machen, kann und darf nicht vor Grenzen und auch vor Extremsituationen halt machen.

Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass auch in Europa wieder Kriege¹ stattfinden. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, dafür braucht kein einziger Schuss abgegeben zu werden. Woher nimmt man verläßliche Informationen?

Bei Katastrophen größeren Ausmaßes ist die Kommunikation und auch der Radioempfang über UKW oft unmöglich², Informationen für die Bevölkerung sind jedoch oft lebenswichtig.

Die Rundfunkanstalten schalten europaweit Kurzwelle (KW) und Mittelwelle (MW) ab. Auch der analoge Hörfunk auf Ultrakurzwelle (UKW) wird zurückgefahren und teilweise ganz abgeschaltet. Ersatz ist, bzw. wird sein, das Digitalradio DAB+ auf UKW.

Die Reichweite von UKW ist sehr gering. Im Gegensatz können MW meist europaweit und KW weltweit empfangen werden. Das fällt nun weitgehend weg.

Das Internet ist zwar das Maß aller Dinge, aber es ist sehr leicht zu stören. So können einzelne Websites blockiert werden, aber auch ganze Gebiete und Ländergruppen. Aus europäischen Kriegsgebieten höre ich, dass das Internet oft komplett und langfristig ausfällt.

Wie kommen Betroffene an Informationen? Der Zugang zum Radio ist nicht mehr gegeben.

Noch wäre es nicht zu spät, wenn die UNESCO über die UNO aktiv würde, um wenigstens eine Notversorgung sicherzustellen.

Zacharias Zorngiebel
———
¹ Dazu rechne ich offizielle Kriege, inoffizielle Kriege, Bürgerkriege, kriegerische Auseinandersetzungen usw.

² Schon bei der »relativ übersichtlichen« Großlage wie dem Oderhochwasser vor Jahren war die Kommunikation über einen nicht geringen Zeitraum unmöglich bzw. unsicher.

JuckPlotz

Vor fünf Jahren hat die UNESCO den 13. Februar zum Weltradiotag erklärt. Mit dem Welttag des Radios soll auf die Bedeutung dieses Mediums aufmerksam gemacht werden. Laut UNESCO wären viele Menschen von Informationen abgeschnitten.
Heute werden wieder die Staaten aufgefordert, den Zugang zum Radio sicherzustellen und auch die internationale Zusammenarbeit der Radiosender zu fördern.
Der „Tonrundfunk“ startete in Deutschland im Oktober 1923. Und trotz Internet und Streaming ist das Radio auch heute noch das primäre Medium. AUch wenn viele Menschen den Fernseher als „Hintergrund“ laufen haben, wen die MP 3 Player in den Autos die Lieblingsmusik wiedergeben oder die angesagtesten Videos über das Internet angeschaut werden; Radio hat seinen Platz. Und es ist im Zeitalter der „Lügenpresse“ und „Fake News“ noch immer das Medium, dem am meisten getraut wird.
Täglich hören mehr als 54 Millionen Menschen in Deutschland Radio. Angereichert mit Informationen im Internet, der Möglichkeit, Sendungen bei Bedarf nochmals…

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