Stadt Köln will es wissen

Im Playstore von Google ist die App

Stadt Köln – offizielle App

erhältlich. Bis heute wurde sie ca. 50.000 Mal herunter geladen. Die Bewertung ist 3,7 (von maximal 5) Punkten. Der Umfang ist ca. 30 MB. Es werden folgende Rechte benötigt:

Kölner Siegel von 1262.

  • Standort: 0 [Neutral, weil nur nach Anforderung in der App, sonst wäre es – – -]
  • Kalender: – – –
  • Speicher: 0
  • Internet: 0
  • Geschützter Speicher: +

Bis auf den Kalender, der bei wahrscheinlich bei Terminvereinbarungen genutzt wird, ist die Liste in Ordnung.

Sag’s uns

Es öffnet sich eine Seite, die zwei Reiter anbietet: „Sag uns wo“ und „Sag uns was“.

Bei „wo“ wird die Adresse abgefragt. Man kann auch Button-Klick die aktuelle Position ermitteln, wenn das Gerät dies ermöglicht und wenn man die Standortfreigabe in den Einstellungen des Smartphones aktiviert hat. Es scheint so, dass die aktuelle Position nicht automatisch ermittelt wird, sondern nur nach Klick. Die eingeblendete Karte ist nicht von Google, sondern von Open Street Map (OSM), was positiv überrascht.

  • Position nur nack Klick: + + + [Datenschutz]
  • Offenes Kartenmaterial: + + + [Datenschutz]

Weiter geht es mit „was“. Man wählt eine aus folgenden Kategorien: Altkleidercontainer, Ampel defekt, Glascontainer, Gully verstopft, Parkscheinautomat defekt (wer meldet sowas ?!?), Schrottfahrzeuge/Fahrräder, Spiel- und Bolzplätze, Straßenbaustellen, Straßenlaterne defekt, Wilder Müll. Leider fehlt die Kategorie „Sonstiges“, mit der weitere Dinge gemeldet werden können.

Zu jeder Kategorie wird nach der Auswahl eine kurze Information geliefert. Danach kann man verschiede Eingaben machen. Zuerst gibt es ein Freifeld (max 200 Buchstaben) für die Beschreibung des Anliegens, dann Felder für Fotos (ab 200×200 Pixel, unter 6 MB), Email (Pflichtfeld) und Telefon.

Bei Parkscheinautomat, Spielplatz und Straßenlaterne gibt es jeweils noch ein Feld, in dem eine Objektnummer oder ID abgefragt wird. Dies ist immer optional.

Die Fotos können entweder direkt von der Kamera gemacht oder über die Galerie eingelesen werden. Es ist nicht zu erkennen, dass EXIF-Daten gelöscht werden. Das müsste man vorher mit einer anderen App erledigen und dann die Galerie-Option wählen. Die direkt mit der Kamera aufgenommenen Bilder landen in einem eigenen Verzeichnis „Stadt Köln“. In der App ist nicht zu erkennen, dass ein Foto ausgewählt wurde.

Nach dem Absenden erscheint die Meldung „Hinweis wurde erstellt“.

  • Kategorie „Sonstiges“ fehlt: 0 Benutzerfreundlichkeit]
  • Übersichtliche Eingabe: + + [Benutzerfreundlichkeit]
  • Möglichst wenige Pflichtfelder: + + [Datenschutz] [Benutzerfreundlichkeit]
  • Fotos mit unnötigen Daten (EXIF): – – [Datenschutz]
  • Eigenes Fotoverzeichnis: 0 [Datenschutz]
  • Fehlende Information bezüglich versendeter Fotos: – – – [Datenschutz] [Benutzerfreundlichkeit]

„Offene Anliegen“

Man kann sein eigenes und alle anderen Anliegen nun verfolgen. Jetzt sieht man auch, dass wohl nur das letzte ausgewählte Foto übertragen wurde.

Mein Testanliegen wird wie folgt angezeigt:

Wilder Müll #A-12421

29.04.2017 – 19:34 Uhr

Wilder Müll

Unbearbeitet

Ist ein Test für den Artikel „Stadt Köln will es wissen“ (bergebasteltbastelberger.wordpress.com)

Adresse:

Schlackstr 34, 50737 Köln-Loongerich

(Es folgt eine OSM-Karte mit markiertem Ort.)

(Darunter das übermittelte Foto.)

Verlauf

Das Anliegen wirde erstellt.

29.04.2017 – 19:34

Später sollte dann entweder mehr dort stehen oder die (Test-) Anfrage gelöscht sein.

Die Nummern der Anfragen sind nicht immer fortlaufend. Es ist zu vermuten, dass Anliegen gelöscht werden.

  • Anliegen sind öffentlich (ohne persönliche Daten): + + [Offene Verwaltung]
  • Einige Anfragen werden wahrscheinlich gelöscht: 0 [Offene Verwaltung]
  • Es wird nicht darauf hingewiesen, dass die mutmaßlich gelöschten Anliegen einen Mißbrauch darstellten oder ein sonstiger Grund angegeben. – [Offene Verwaltung]

Weitere Bereiche

Nicht getestet wurden die weiteren Bereiche:

  • Adressen
  • Service (Eine Art ABC der verschiedenen Dienstleistungen der Stadtverwaltung.)
  • Wartezeiten (Kundenzentren)
  • Termin vereinbaren
  • Familie
  • Leichte Sprache
  • Parkhäuser (Adresse, Plätze, freie Plätze, Öffnungszeiten, Preise und weitere Hinweise.)

Fazit: Recht gut benutzbare App, leider mit einigen Schwächen im Bereich Datenschutz und in Sachen Offenheit.


Hinweise: Der Autor sitzt in seiner Stammimbissbude, kippt ein koffeinhaltiges Getränk in sich hinein und ist weder mit der Stadt Köln verheitratet noch mit Google verschwägert.


Beitragsbild: Siegel der Stadt Köln von 1262.

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2 Gedanken zu “Stadt Köln will es wissen

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